vALENTIN AIGNER

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Dezember 2020, Wien:

 

Der Künstler versucht ein Stilmittel des Surrealismus auf den Umgang mit dem Öffentlichen Raum zu übertragen – die Skulptur so zu gestalten, dass sie schon allein durch ihr visuelles Nebeneinader einen irritierenden „Bruch“ in der Wahrnehmung des Betrachters erzeugen. Ein absurdes „Ding“ steht/liegt auf dem Dach eines kleinen gelben Autos in der Nähe des Hotel Sacher im 1. Bezirk. Dort findet versteckt beim Hintereingang des Hotels die Vernissage statt, ein Concierge bringt eine Torte, Plastikbesteck, Champagner.

 

In der darauffolgenden Woche ist das Auto mit dieser visuell befremdlich wirkenden Skulptur täglich in der Gegend rund um das Sacher unterwegs und parkt täglich auf einem spontan verfügbaren Parkplatz in der Führichgasse. Diese Praxis widerspricht grundsätzlicher Bestrebungen der Stadtplanung, sowie des Bau- und Denkmalschutzes:

Die Wiener Innenstadt soll, mit all ihren Fassadengestaltungen und Häuserfluchten so homogen  wie möglich aussehen und möglichst wenige visuelle Brüche aufweisen. Gut, dass sich ein temporäres, mobiles Kunstprojekt nicht an solche Bestimmungen halten muss.

 

Jänner 2021:

 

Hier besucht die Skulptur des Künstlers auf dem Dach des Daihatsus eine parallel laufende Ausstellung des Künstlers im Ausstellungsraum „Kluckyland“ in Wien 1200.