Julia Haugeneder

Es geht hie rnicht um Neurosen, ihr Mimosen!

I am just a sculpture, baby.

 

 

Julia Haugeneder entwirft mit ihrer Skulptur ein Bild organischer Verschlungenheit, die einen Eindruck von Nähe aber auch körperlicher Verkrampftheit hervorrufen könnte.Die Künstlerin versucht in ihrer Arbeit auf eine offen assoziative Art mit den aktuellen Proble-men sozialer und körperlicher Begegnungen umzugehen.Begegnungen im öffentlichen Raum sind zur Zeit oft mit Ängsten und Nervosität verbunden und diese können sich bekanntlich, aus psychosomatischer Sicht, „auf den Magen“ und bild-lich gesprochen -„auf den Darm schlagen“.Da scheint die Entscheidung, die DAIHATSU-ROOFTOP-GALLERY mit dieser besonderen Skulptur auf dem Dach vor dem Freud-Museum zu parken, als eine nur allzulogische Konse-quenz.Mitte November 2020 war die Daihatsu-Rooftop-Gallery mit dieser Skulptur täglich in den Innenstadtbezirken sowie besonders im 8. und 9. Wiener Gemeindebezirk unterwegs.

 

Auch die Wiener Polizei zeigte sich interessiert. Auch die Beamten mussten schmunzeln, denn bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Monats kontrollierte mich die selbe Zivil-streife. Nachdem die Beamten ein Monat zuvor bei der Befestigung des Dachträgers mit der daraufgelagerten Skulptur von Gabriele Edlbauer beanstandeten und mich  dazu anhielten, die Skulptur abzubauen - staunten sie nicht schlecht als die nun einen völlig neuen Dachträger vorfanden, darauf wiederum befestigt das Metallgitter, das allen Skulpturen als Befestigungs-basis dient. Nach einer Überprüfung der Stabilität von Julia Haugeneder‘s etwas schwabbeligen Skulptur durfte die Daihatsu-Rooftop-Gallery weiterfahren. Die Anzeige kam dann mit der Post.