Andrea Maurer

 

 

 

 

vorne links hinten rechts

 

 

andrea maurer montiert den versuch eines koordinatensystems auf das autodach. andrea maurer montiert den versuch eines un-koordinatensystems auf das autodach. als eine art orientierungs- hilfe für das auto (selbst). der autofahrer (selbst-fahrer) muss dabei aber immer wieder anhalten, aussteigen und über sein eigenes dach schauen, um die perspektiven anzugleichen. ob fahrend oder stehend: das ding mit den richtungsweisern wackelt, wachelt, winkt: links, rechts, links; vor- ne, oben, hinten. bei den vielen möglichkeiten abzubiegen, ist man natürlich versucht den rück- wärtsgang (rechts) einzulegen oder im kreis zu fahren (links). es stellt sich die frage, wie man überhaupt vorwärts kommen kann, wenn das rechtsfahrgebot der strassenverkehrsordnung zum rechtsdenkgebot der gedankenverkehrsordnung erhoben wird.

„Der Luftreifen schluckt die Hindernisse“


(André Michelin, 1893, auf einer ingenieurskonferenz in paris)

 

 

Andrea Maurer (*1978) lives and works in Vienna. She works across a wide range of forms; that is sculp- ture, installation, performance, text, video and print. Her work is presented in a variety of contexts - in galleries, museums, theaters, parking lots, excavation pits and other public spaces. She has studied at the Academy of Fine Arts Vienna. Her installation Gesprächsgegenstände (2013) won the Media Art Award of Salzburg (A). In 2016 she was awarded the H13 Prize for Performance (Kunstraum Niederösterreich) for the performance-installation SELBSTZERLEGUNG.